SV Erlensee

SV Erlensee wird auswärts überrannt

09.04.2013 13:04 von SV Erlensee

HSG Dreieich - SV Erlensee 36:21 (18:10)

Die Männer des SV Erlensee mussten am vergangenen Sonntag im Kellerduell beim Tabellennachbarn aus Dreieich antreten. Das Hinspiel hatten die Erlenseer in eigener Halle noch deutlich für sich entscheiden können, doch hatte die HSG zuletzt mit Siegen gegen die Teams aus Wächtersbach und Maintal aufhorchen lassen. Zudem musste SVE-Coach Degoutrie neben dem beruflich im Ausland weilenden Etienne Schweizer auch auf seinen etatmäßigen Kreisläufer Mark Sprenger verzichten. Die Bank der Heimmannschaft war dagegen gut besetzt und wurde von Beginn an vom Großteil der rund 80 Zuschauer lautstark unterstützt.

Die ersten Minuten konnte der SVE den äußerst engagierten Gastgebern noch erfolgreich die Stirn bieten und unterband das gegnerische Tempospiel zumeist schon im Ansatz. Nach etwa zehn Minuten kamen die Hausherren aber immer besser ins Spiel, setzten immer wieder geschickt ihre treffsicheren Außenspieler in Szene und kamen über Tempo-Gegenstöße zu leichten Toren. Zur Mitte der Hälfte hatte sich die HSG gegen streckenweise ideenlos wirkende Erlenseer auf 9:5 abgesetzt. Dem SVE gelang es daraufhin aber, wieder mehr Struktur ins eigene Spiel zu bringen und den Gegner nicht zu Tempogegenstößen einzuladen, sodass die Gäste bis fünf Minuten vor der Pause wieder auf ein Tor herankamen. Danach brachen sie jedoch völlig ein: Die Erlenseer Spieler rieben sich in Eins-gegen-Eins-Situationen auf und suchten immer häufiger überhastet den Abschluss, die HSG bedankte sich, spielte seine Konter sauber zu Ende und ging dank eines 7:0-Laufes vor der Pause mit einem deutlichen 18:10 in die Kabine.

In der zweiten Hälfte zeigte sich von Beginn an ein ähnliches Bild: Offensiv entwickelte der SVE zu wenig Durchschlagskraft und leistete sich zuviele Fehlwürfe, defensiv offenbarten die Gäste ein katastrophales Rückzugsverhalten. Im gebundenen Spiel präsentierte sich die Erlenseer Deckung weit besser aufgelegt und zwang die Hausherren zumeist, den Abschluss über die Außenpositionen zu suchen. Da sich die Außenspieler aus Dreieich jedoch äußerst treffsicher zeigten, störten sich die Hausherren nicht weiter daran. Spätestens eine Viertelstunde vor Spielende - der SVE lag zu diesem Zeitpunkt bereits mit zehn Toren hinten - entwickelte sich mehr und mehr ein Sturmlauf der Gastgeber, in nahezu jedem Angriff suchten die Spieler der HSG den Erfolg über Tempo-Gegenstoß oder zweite Welle. Der SVE hatte dem Tempospiel der Gastgeber schließlich auch kondtionell nichts mehr entgegenzusetzen und konnte daher nicht verhindern, immer höher in Rückstand zu geraten. Am Ende stand für Erlensee eine vor allem wegen der gegnerischen Tempogegenstöße deutliche 21:36-Niederlage zu Buche.

Da der ärgste Konkurrent im Abstiegskampf, die SG Hainburg, an diesem Spieltag punkten konnte, rutscht der SVE auf den vorletzten Tabellenrang ab. In den vier verbliebenen Spielen müssen die Degoutrie-Schützlinge also unbedingt Punkte einfahren, um den Abstieg zu vermeiden. Die erste Chance dazu besteht bereits am Samstag, wenn die HSG Kinzigtal in der Erlenseer Großsporthalle gastiert; Anpfiff ist wie immer um 18:30.

Für Erlensee spielten: Gardlowski, Rössel; Born, Dietz (3), Giese, Grunwald (6/1), Holinej (6/3), Miller (1), Pest (1), Pöllmann (4), Seidenschwann.
Zuschauer: 80.
Zeitstrafen: SVE 1, HSG 4
Siebenmeter: SVE 6/4, HSG 2/2

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