SV Erlensee

SVE entscheidet umkämpftes Derby für sich

03.02.2013 21:02 von SV Erlensee

SV Erlensee - TV Langenselbold 38:37 (18:17)
Am vergangenen Samstag stand für den SV Erlensee bereits zum dritten Mal in dieser Saison das Duell mit dem Nachbarn aus Langenselbold auf dem Programm. In den beiden bisherigen Partien hatten die Gründaustädter die Oberhand behalten, aber besonders das nur knapp verlorene Pokalspiel gab den Erlenseern Anlass zur Hoffnung auf einen anderen Spielausgang. Beide Teams präsentierten sich zuletzt deutlich außer Form: Während die Gastgeber eine bittere Pleite gegen Hainburg hinnehmen musste, wurde der TVL in der Vorwoche von der zweiten Mannschaft der HSG Hanau regelrecht zerlegt. Umso besser für SVE-Coach Degoutrie, dass er fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen konnte - auch Rückraumspieler Holinej meldete sich rechtzeitig wieder fit. Die Gäste plagten da weit größere Personalsorgen, sie traten mit lediglich zwei Ersatzspielern an.

In fremder Halle spielte der TVL von Beginn an stark auf und ließ die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Bei den eher wenigen Zuschauern wurden schnell Erinnerungen an die zuletzt enttäuschenden Auftritte des SV Erlensee wach, als die Gäste bereits früh mit vier Toren davonzogen und das Spiel des SVE ähnliche Schwächen offenbarte wie zuletzt. Nach zehn Minuten hatten sich die Hausherren aber gefangen, zeigten eine ganz starke Phase und gingen Mitte der ersten Hälfte nach fünf Toren in Folge erstmals in Führung. Dann schlichen sich aber vor allem in der Abwehr zunehmend wieder Fehler ein, es mangelte oft an der nötigen Aggressivität, um die Gästespieler entscheidend an ihren Aktionen hindern zu können. Zum Glück für die Erlenseer Spieler brachten die Gäste auch keine bessere Abwehr aufs Parkett, so dass den Zuschauern ein zumindest sehr torreiches Spiel geboten wurde. Die jeweiligen Angriffsreihen zeigten sich beide gleichermaßen zielsicher, so dass bis zum Ende der ersten Hälfte eine Duell auf Augenhöhe entbrannte, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Zur Pause lagen die Gastgeber daher knapp mit 18:17 vorne.

Auch nach Wiederanpfiff konnten sich beide Mannschaften nicht zu erfolgreicher Abwehrarbeit aufraffen, daher fielen weiter in schneller Folge Tore; fast jeder Angriff hatte endete mit einem Torerfolg. Langsam, aber stetig schafften es die Hausherren dann jedoch, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. In der 40. Minute zog der SVE erstmals auf vier Tore davon und konnte dieses kleine Polster vorerst halten. Die Langenselbolder hatten sich jedoch noch nicht aufgegeben und griffen in den letzten zehn Spielminuten noch einmal mit aller Kraft an. Die Gastgeber konnten nicht verhindern, dass ihr Vorsprung immer weiter zusammenschmolz und mussten drei Minuten vor Spielende neben dem Ausgleich auch eine Zeitstrafe gegen Etienne Schweizer hinnehmen. Doch auch in Unterzahl bewiesen die SVE-Spieler Nervenstärke: Sie hielten den Ausgleich und kamen zwanzig Sekunden vor Schluss noch einmal in Ballbesitz. Schließlich nahm sich SVE-Spielmacher Schweizer ein Herz und hämmerte den Ball in die Maschen. Im Gegenzug blieb es dem Langenselbolder Maasberg vergönnt, seine starke Leistung mit dem Ausgleich in letzter Sekunde zu krönen - sein direkt ausgeführter Freiwurf ging übers Tor. So blieb dem SVE der Jubel, der Sieg und vor allem die zwei bitter nötigen Punkte, um den letzten Tabellenplatz zu verlassen.

Der SV Erlensee muss in zwei Wochen beim Mitaufsteiger aus Dietzenbach antreten. Die HSG stellt die Überraschungsmannschaft der Saison und belegt aktuell Tabellenplatz drei, Erlensee konnte zumindest die Rote Laterne abgeben und liegt auf dem vorletzten Rang.

Für Erlensee spielten: Gardlowski, Rössel; Born (1), Dietz (5), Giese (1), Grunwald (2), Holinej (6/3), Miller, Pöllmann (6), Schweizer (7), Seidenschwann (2), Sprenger (8), Wittwar.
Zuschauer: 50.

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