SV Erlensee

SVE im letzten Saisonspiel chancenlos

08.05.2013 12:05 von SV Erlensee

HSG Nieder-Roden III - SV Erlensee 37:23 (20:9)

Zu seiner vorerst letzten Partie in der Bezirksoberliga reiste der SV Erlensee am vergangenen Samstag zur dritten Mannschaft der HSG Nieder-Roden. Da der Abstieg der Erlenseer bereits in der Vorwoche besiegelt worden war und die Heimmannschaft einen Platz im Niemandsland der Tabelle belegte, besaß das Match nur noch geringen sportlichen Wert. Erlensee plagten weiter große Personalsorgen, allein die kurzfristige Rückkehr von Torben Pöllmann und Martin Pest ermöglichte es SVE-Coach Degoutrie, eine spielfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Bei sehr sommerlichen Bedingungen in der Sporthalle hatten die Gäste zu Beginn noch ihre beste Phase. Etwa fünf Minuten lang konnten die Erlenseer das Ergebnis ausgeglichen gestalten, danach verloren sie aber in der Offensive völlig den Faden. Zehn Minuten ohne Erlenseer Torerfolg hatten bereits nach einer Viertelstunde eine komfortable 10:3-Führung der Hausherren zur Folge. Der SVE agierte vor allem im Angriff lethargisch und zunehmend unkonzentriert, was den Gastgebern immer wieder die Möglichkeit zu Tempo-Gegenstößen gab. Der Rückstand der Gäste wäre sogar noch höher ausgefallen, hätte Florian Gardlowski im Tor nicht einige klare Torchancen und insgesamt zwei Siebenmeter mit starken Paraden vereitelt. Profit daraus konnte der Absteiger jedoch nicht schlagen: Zwar konnten die Erlenseer den Schlussmann der HSG nun häufiger überwinden, die eigene Abwehr präsentierte sich aber weiterhin vor allem dann äußerst anfällig, wenn die Gastgeber das Spiel schnell machten. Als beim Stand von 20:9 der Pausenpfiff ertönte, machte sich keiner der Anwesenden mehr über den Spielausgang Illusionen.

Die zweite Hälfte unterschied sich nicht wesentlich von der ersten Halbzeit: Auf der einen Seite oftmals unsicher und unkonzentriert agierende Gästespieler, auf der anderen das Team der HSG, welches seinen Vorsprung verwaltete. Am Willen mangelte es den Erlenseern nicht, sie standen sich jedoch oft selbst im Weg und wirkten oftmals sowohl im Angriff als auch in der Abwehr zu unkoordiniert. Zudem haderten die Gäste immer häufiger mit Schiedsrichterentscheidungen - durchaus nachvollziehbar: Den äußerst robust verteidigenden Hausherren dürfte es in dieser Sasion nicht allzu häufig passiert sein, erst nach über 50 Spielminuten die erste Zeitstrafe hinnehmen zu müssen. Vor allem durch Einzelaktionen verhinderten die Erlenseer immerhin eine noch höhere Niederlage, zumindest im Angriff konnte man den Gästen bis zum Schluss ihren Einsatzwillen nicht absprechen. Um dem Spiel aber noch einmal eine Wendung geben zu können, fehlten dem ersatzgeschwächten SVE an diesem Tag jedoch eindeutig die Mittel, so dass sich Nieder-Roden am Ende über einen 37:23-Heimerfolg freuen konnte.

Für Erlensee spielten: Gardlowski; Born (4), Giese, Grunwald (5/1), Holinej (6/2), Miller, Pest (1), M. Pöllmann (5), T. Pöllmann (2), Seidenschwann.

Zurück