SV Erlensee

SVE untermauert Heimstärke eindrucksvoll

15.04.2013 01:04 von SV Erlensee

SV Erlensee - HSG Kinzigtal 36:32 (18:15)

Am vergangenen Samstag empfingen die Männer des SV Erlensee den Tabellensiebten der Bezirksoberliga, die HSG Kinzigtal. Da der SVE aktuell auf dem vorletzten Tabellenrang liegt und das Hinspiel letztlich deutlich verloren hatte, mussten die Gäste als klarer Favorit gelten. Doch SVE-Coach Degoutrie hatte nicht nur auf eine nahezu volle Bank zur Verfügung - lediglich Routinier Pest fehlte - er konnte auch auf den eigens eingeflogenen Etienne Schweizer bauen. Zudem hoffte er auf die schon fast legendäre Heimstärke seines Teams: Zehn seiner zwölf Punkte konnte Erlensee zuhause erringen, zuletzt stolperte die Mannschaft aus Dietesheim in der Erlenseer Großsporthalle.

Beide Teams begannen die Partie hellwach und spielten von Anfang an sehr temporeichen, intensiven Handball. Die Gäste zeigten sich dabei konzentrierter im Abschluss und lagen folgerichtig nach zwölf Minuten mit 8:5 vorne. Dann aber präsentierte sich der SVE aufmerksamer und bissiger in der Abwehr, kam zu einigen leichten Toren und ließ in der Defensive nichts zu. Die HSG blieb acht Minuten lang ohne Torerfolg, was die Hausherren nutzten, um sich ihrerseits einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Kinzigtal zeigte sich von der hartnäckigen Gegenwehr des Underdogs zunehmend frustriert und spielte fortan noch intensiver, teilweise auch überhart. Trauriger Höhepunkt war ein Foul von HSG-Rechtsaußen Rutz am Erlenseer Marko Pöllmann während eines Tempogegenstoßes, welches zu Recht mit der Roten Karte geahndet wurde. Mit dem Spielergebnis durften die Gastgeber jedoch mehr als zufrieden sein, konnten sie ihren Vorsprung doch bis zur Pause behaupten und mit 18:15 in die Kabine gehen.

Nach Wiederanpfiff erwischten die Hausherren den besseren Start, vor allem SVE-Kreisläufer Sprenger war kaum zu stoppen und so konnte Erlensee auf fünf Tore davonziehen. Der SVE zeigte sich in dieser Phase vor allem in der Abwehr ungewohnt bissig, nahm das sehr körperliche Spiel des Kontrahenten an und hielt intensiv dagegen. Die Gäste bissen sich an der Erlenseer Deckung die Zähne aus und kamen fast ausschließlich über Siebenmeter zu Torerfolgen. Ab der vierzigsten Minute häuften sich auf Seiten des SVE die Zeitstrafen, so dass der komfortable Fünf-Tore-Vorsprung bis zur 50. Minute auf lediglich einen Treffer zusammenschmolz. Nachdem sich Erlensee zwischenzeitlich auf drei Tore absetzen konnte, kamen die Gäste vier Minuten vor Schluss noch einmal auf einen Zähler heran. Dass der Sieg dennoch nicht in Gefahr geriet, lag vor allem am in der Schlussphase schier unüberwindbaren SVE-Torhüter Marvin Rössel sowie an Rückraumschützen Holinej, der kurz vor Spielende abgeklärt vier seiner zehn Treffer erzielte. Letzterem war es auch vergönnt, mit dem 36:32 den Schlusspunkt unter ein packendes, intensives Spiel zu setzen und der Erfolgsstory des SVE in eigener Halle ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

Durch den unerwarteten Erfolg verlässt der SV Erlensee zumindest vorerst die Abstiegsränge, Kinzigtal verharrt im Mittelfeld der Tabelle. Bereits am Samstag steht für den SVE die nächste Partie an, die Mannschaft gastiert dabei bei der Oberliga-Reserve der SG Bruchköbel.

Für Erlensee spielten: Gardlowski, Rössel; Born, Dietz (3), Giese, Grunwald (1), Holinej (10/3), Miller, Pöllmann (8), Schweizer (6), Seidenschwann, Sprenger (8).

Zuschauer: 75.
Besondere Vorkommnisse: Rot für Rutz (HSG, 30., grobes Foulspiel).
Zeitstrafen: SVE 5, HSG 2
Siebenmeter: SVE 3/2, HSG 9/6

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